Luisa Neubauer erhielt ein Hass-Video, das sie mit ihrer Instagram-Community teilte, um zu zeigen, wie der aktuelle Rechtsruck in der Praxis aussieht. Der Account, der Luisa Neubauer dieses Video geschickt hat, gehört zu einem Mitglied vom AfD-Kreisverband in Bonn. Hier ein Link auf das Video:
https://www.instagram.com/reel/DGlRV4wtMz9/?utm_source=ig_embed
Die Blaunen betreiben gerade sehr aktiv das Narrativ der harmlosen Partei, die von undemokratischen Parteien, Institutionen und Organisationen ausgegrenzt wird. Das werden sie auch in Bonn strapazieren. Deswegen sollten wir hier in Bonn breite Öffentlichkeit dazu herstellen und herausfinden, wer das ist…
… und das haben wir heute, am 07. März 2025 – ein großes Dankeschön an den Redakteur Andreas Baumann vom GA, der seit langem wirklich gute Arbeit leistet, und dazu einen sehr guten Beitrag im GA – Luisa Neubauer wehrt sich gegen Bonner AfD-Mann verfasst hat. Der Artikel liegt hinter der Bezahlschranke – alleine schon für den Artikel lohnen sich die 8,– € monatlich für das Online Abo.
Der AfD-Mann aus Bonn heißt Martin Kocurek und ist Mediziner. Im GA-Artikel ist zu lesen, dass Kocurek nach eigenen Angaben in Bonn Medizin studiert hat und seit November 2023 Arzt ist, bis vor Kurzem in der LVR-Klinik gearbeitet hat und aktuell seine Doktorarbeit bei einem Professor an einer anderen Klinik schreibt. Er ist aus der CDU ausgetreten und seit etwa vier Wochen Mitglied des Bonner AfD-Kreisverbands, will ab 2029 im Bundestag sitzen und sich um Außenpolitik und Verteidigung kümmern.
„Mit unserer Nothilfe retten wir Menschenleben dort, wo sie unsere Unterstützung am dringendsten benötigen. Wir sind uns sicher, dass jeder Mensch ein Recht auf Gesundheitsversorgung hat. Dabei spielt für uns keine Rolle, welche Herkunft, politische Überzeugung oder ethnische Zugehörigkeit dieser z.B. hat. Es zählt allein seine medizinische Notlage. Mit unserer Charta verpflichten wir uns alle der medizinischen Ethik und den humanitären Prinzipien.“
Das steht auf der Website von „Ärzte ohne Grenzen“ – Martin Kocurek ist da wohl kein Mitglied und lässt so manchen von uns im Stillen denken:
„Ich hoffe, niemals in eine Situation zu kommen, von dem medizinisch behandelt zu werden“,
denn der Bonner Mediziner Martin Kocurek lässt sich – so sieht man im GA – gerne mit dem AfD-Europaabgeordneten Maximilian Krah ablichten, dem AfD-Spitzenkandidaten bei der Europawahl 2024. „Der Kanzler, so Kocurek, werde dann Maximilian Krah heißen.“ lese ich in dem GA-Artikel von Andreas Baumann, dessen Quelle Kocureks Video auf der Plattform X ist.
Das Bonner AfD-Neumitglied Martin Kocurek ist also Anhänger des umstrittenen Europa-Abgeordneten Krah, der in der Vergangenheit unter anderem mit völkischen Äußerungen z.B. auf X aufgefallen ist, wo er am 3. März die tödliche Amokfahrt eines Deutschen in Mannheim mit dem Satz kommentiert: „Masseneinwanderung ist tödlich.“ Kocurek verbreitete diesen Tweet mit der Anmerkung weiter: „Das ist erst der Anfang…“
Dank der AfD-Aufklärungsarbeit vom Bonner Bündnis gegen rechts wissen wir folgendes über Maximilian Krah: „Krah sitzt seit 2019 im Europäischen Parlament und fiel bereits kurz nach seiner Wahl negativ auf. Er beschäftigte einen Mitarbeiter, der gute Kontakte zur extremen Rechten in Frankreich, unter anderem zur Identitären Bewegung, pflegte. Krah ist parteiintern dem Flügel der radikalsten Mitglieder um Björn Höcke zuzurechnen und wurde von diesem auch in seiner Kandidatur für Platz 1 der Europawahlliste unterstützt. Er unterhält gute Kontakte zur neuen Rechten und war zum Beispiel schon mehrfach Gast beim „Institut für Staatspolitik“, einer rechtsextremen Denkfabrik von Götz Kubitschek. International unterhält Krah gute Kontakte zu russischen Oligarchen und negiert die Schuld Russlands am aktuellen Angriffskrieg in der Ukraine. Darüber hinaus fällt Krah immer wieder mit rechter Rhetorik und teilweise klar mit dem NS verbundenen Formulierungen, wie zum Beispiel „Umvolkung“ auf. Trotz all dessen genießt er große Unterstützung in der AfD und ist auch bei TikTok erfolgreich, wobei er hier vor allem junge, männliche Wähler mit Aussagen wie „Echte Männer sind rechts“ adressiert.“
Ich ziehe spontan meinen sehr alten FIGHT AFD! Sticker aus der Schublade und weiß intuitiv, diese Zeiten sind vorbei, die Masken fallen, und das schon lange. Am 28.01.2024 konnten alle Bonner*innen, wieder dank des GA-Redakteurs Andreas Baumann, im GA lesen, dass die Bonner AfD mutmaßlichen Rechtsextremisten sehr nahe steht und der Bonner Europa-Kandidat Hans Neuhoff eng mit dem Nazi Björn Höcke zusammenarbeitet: https://ga.de/bonn/stadt-bonn/afd-bonn-steht-mutmasslichen-rechtsextremisten-nah_aid-105807329.
Ja, ich darf Björn Höcke hier und #jetztinbonn einen Nazi nennen! Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat ein Verfahren gegen einen Demonstranten eingestellt, der bei Anti-AfD-Protesten Björn Höcke als „Nazi“ bezeichnete. Es handle sich hier nicht um eine strafbare Beleidigung, sondern um ein „an Tatsachen anknüpfendes Werturteil“, so die Ermittler. Meine Quelle: https://www.hessenschau.de/politik/demonstranten-duerfen-afd-politiker-bjoern-hoecke-als-nazi-bezeichnen-v1,ermittlungen-hoecke-ist-ein-nazi-eingesellt-100.html

„Es ist geschehen – folglich kann es wieder geschehen.“ las ich auf einer Demonstration in Bonn auf einem Schild. Eindrücklich und nachhaltig macht uns das Michael Kreils Projekt „Schon wieder – der Aufstieg der NSAP/AfD“ klar:
Ich beende diesen Beitrag mit einem Zitat von Luisa Neubauer:
„Rechtsruck in der Praxis. Sie meinen es ernst. Also halten wir dagegen.“