„Ich sehe derzeit gruselige Parallelen zur Zeit des Nationalsozialismus“

Das „Bonner Bündnis gegen Rechts“ und „Widersetzen Bonn“ haben gestern zu einer Demo aufgerufen. Der Anlass: Die Bonner Burschenschaft der Raczeks hatte den Europaabgeordneten Alexander Jungbluth zu einem Vortrag eingeladen. Am 3. Juni durfte Jungbluth im Raczekhaus in der Bonner Südstadt über seine Perspektiven zur Europapolitik referieren.

Ich war gestern dabei, ziemlich früh vor Ort, und hatte Gelegenheit mit einem Mitarbeiter des General-Anzeigers zu sprechen. Aus meinem Gespräch mit ihm vor Ort wurde einer meiner Sätze zum Titel des Artikels: „Ich sehe in Deutschland derzeit gruselige Parallelen zur Zeit des Nationalsozialismus.“ Darüber, dass mein Satz nun in einer Zeitung steht, bin ich heute dankbar, erschrocken, voller Hoffnung und Zuversicht zugleich, denn aus dem erkenntnisfördernden Erschrecken darüber, dass das Fundament unseres Zusammenlebens immer in Gefahr ist, überwinde ich meine Schwächen, meine Ängste und engagiere mich gemeinsam mit anderen Menschen für Demokratie und Menschlichkeit.

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben. Es kann geschehen, überall. Weder kann ich noch will ich behaupten, dass es geschehen wird.“

Ein Zitat des italienischen Schriftstellers und Holocaust-Überlebenden Primo Levi

Ich zitiere im folgenden aus dem Generalanzeiger-Artikel zum Protest gegen den Besuch des AfD-Politikers Jungbluth bei der Bonner Burschenschaft der Raczeks : Immer wieder lädt die Bonner Burschenschaft Raczeks Gäste aus der rechten Szene ein. Nun gastierte dort der AfD-Politiker Alexander Jungbluth, der selbst Mitglied in der Burschenschaft ist und sich schon für einen verurteilten rechten Straftäter einsetzte. … Die „Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn“ steht im Ruf, politisch ganz weit rechts zu sein. Immer wieder gibt es Veranstaltungen mit Gästen aus der rechten Szene wie eine Lesung des rechten Szene-Anwalts Björn Clemens und einen Auftritt des umstrittenen AfD-Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich aus Dortmund, der sich selbst als „freundliches Gesicht des NS“, also des Nationalsozialismus, bezeichnet hat. Zu Gast war auch schon AfD-Politiker Maximilian Krah. Das Bündnis gegen Rechts wirft der Burschenschaft seit Langem vor, „ein Hort für Rechtsradikale“ zu sein. Mindestens ein Verbindungsmitglied war nach GA-Recherchen in der rechtsextremen „Revolte Rheinland“ aktiv, einer Gruppe, die für die zwangsweise Vertreibung von Menschen mit ausländischen Wurzeln trommelte und gegen Zuwanderer hetzte.

Wir waren etwa 100 Demonstrierende, 5% davon aktive Mitglieder von „#jetztinbonn – Gemeinsam für Demokratie und Menschlichkeit.“ Ich bin dankbar, dass diese Menschen gestern vor Ort waren: ohne

  • die Menschen vom „Bonner Bündnis gegen Rechts“,
  • die im April 25 neu gegründete „widersetzen Bonn“,
  • die Student*innen der AStA der Uni Bonn, „Studis gegen Rechts Bonn“ und „LUST ★“,
  • die Antifa Bonn/Rhein-Sieg,
  • die Omas Gegen Rechts,
  • einige mutige Anwohner*innen und Bürger*innen, die ihr Gesicht gezeigt haben für Demokratie und Menschlichkeit,
  • #jetztinbonn – Gemeinsam für Demokratie und Menschlichkeit,

wäre dieser Ort gestern leer und schweigsam gewesen.

#jetztinbonn Instagram-Beitrag Demo gegen extrem rechte Burschenschaft in Bonn! – für alle, die Instagram haben, gerne liken und teilen.

Keine Räume in Bonn für rechte Propaganda!

#jetztinbonn will morgen Abend – am Dienstag, d. 03. Juni ab 17:30 vor Ort sein und zeigen, dass in Bonn kein Platz für rechte Hetze ist!

Keine Räume für rechte Propaganda!
🗓 Dienstag, 03.06.25
⏰️ 17:30 Uhr
📍 Ecke Lennéstraße / Johannes-Henry-Straße

Alerta! Schon wieder lädt die rechtsextreme Bonner Burschenschaft der Raczeks zu einem Vortrag, diesmal mit dem Europaabgeordneten Alexander Jungbluth. Am 3. Juni soll Jungbluth im Raczekhaus in der Bonner Südstadt über seine Perspektiven zur Europapolitik referieren.

Alexander Jungbluth studierte in Bonn und war in seiner Studienzeit selbst Mitglied in der Raczek Burschenschaft, was auch die auffällige Narbe auf seiner linken Wange erklärt. Nach seinem Studium blieb er als sog. „Alter Herr“ Mitglied der Burschenschaft. Bei der Europawahl 2024 zog Jungbluth ins EU Parlament ein und initiierte dort die Gründung der Europäischen Fraktion „Europa der Souveränen Nationen“, eine Fraktion, die selbst den Rechtsextremen um Meloni aus Italien oder Le Pen aus Frankreich nach außen zu extrem rechts auftritt ist.

Die Raczeks sind seit Jahrzehnten Unterschlupf und Vernetzungspunkt von Rechtsextremen im gesamten Rheinland. Einige der offen auftretenden aktiven Mitglieder der Raczeks, darunter ihr Sprecher Simon Thiele, waren ebenfalls in der vermeintlich aufgelösten rechtsradikalen Gruppierung »Revolte Rheinland« aktiv. Die Mitglieder von Raczeks und Revolte Rheinland pflegen zudem gute Kontakte zu AfD Funktionär*innen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, wie z.B. zu Gerald Christ, dem Sprecher der Bonner AfD. Dieser nahm an einer Wanderung der Revolte Rheinland teil und propagierte auf seinen öffentlichen Kanälen immer wieder die Nähe seiner Partei zu neurechten Gruppierungen, wie der Revolte Rheinland, als sog. »Vorfeld-Organisationen« für die Partei.

Die Einladung von Alexander Jungbluth, der mittlerweile sogar Teil des AfD Bundesvorstandes ist, zeigt einmal mehr die gefährliche Verbindung von AfD und rechtsextremen Burschenschaften. Wie Recherchen von Report Mainz Mitte 2024 offenlegten, haben über 100 Abgeordnete und Mitarbeitende der AfD direkte Bezüge zu rechten Burschenschaften.

Deshalb: Kommt am 3. Juni mit uns vor dem Raczekhaus auf die Straße und lasst uns den Naziburschen und ihren Fans zeigen, dass in Bonn kein Platz für rechte Hetze ist!“

https://www.instagram.com/p/DKXXe7VIx6g

Gesicht Zeigen für Demokratie und Menschlichkeit: 1. Gastbeitrag

Unausgesprochene Solidarität ist keine Solidarität

Mein Name ist Anne, meine Pronomen sind sie/ihr. Ich bin 43 Jahre alt und lebe mit meiner Frau und unserem fast zehnjährigen Sohn in Bad Godesberg. Ich liebe Schokolade und Kaffee. Manchmal habe ich Schwierigkeiten Ironie zu verstehen und ich mag es nicht, wenn Menschen mich umarmen möchten, die mich nicht vorher gefragt haben, ob ich damit einverstanden bin. Ich habe Angst vor großer Höhe, aber am allermeisten Angst habe ich vor unausgesprochener Solidarität.

Was das ist und warum es mir so große Angst macht, möchte ich gern erklären.

Am 26. April fanden in mehreren Städten Deutschlands Demonstrationen von verschiedenen Organisationen statt, die zum größten Teil – wenn nicht komplett – rechtsradikal oder rechtsextremistisch sind. So auch in Koblenz. Als ich von einer geplanten Gegendemonstration las, war mir erst kurz übel vor Angst, weil ich tatsächlich noch nie bewusst auf große Gruppen solcher Menschen getroffen bin. Dann wurde mir klar: Genau deshalb ist es wichtig, dass ich hingehe.

Ich habe #jetztinbonn mobilisiert und zu viert sind wir schließlich nach Koblenz zur Gegendemonstration gefahren. Einen Aufruf, sich uns bitte anzuschließen, habe ich auf verschiedenen Kanälen geteilt. Sei es via Instagram, in zwei WhatsApp- und mehreren Signalgruppen sowie im Status der beiden Apps. Ich habe auch mehrere Personen gezielt persönlich angesprochen. Und trotzdem: am Ende waren wir zu viert. Ich war ein bisschen traurig, verstehe aber natürlich, wenn es unverschiebbare Terminkollisionen gibt oder wenn Personen in Menschenmengen Panikattacken bekommen.

Was mich an diesem Tag in Angst und Schrecken versetzt hat, waren nicht die Nazis. Nicht deren Gegröle, nicht deren Plakate voller Hass und ekelhafter Forderungen.

Ich bin noch heute zutiefst getroffen und erschreckt von den Personen, die direkt neben einem großen Stand der AfD, an dem sich größere Gruppen offensichtlich sehr Rechter Personen aufhielten, in der Eisdiele saßen und seelenruhig die Gegendemonstration beobachteten während sie ihr Eis aßen. Welchen Grund dieser Welt kann es geben, sich an dieser Stelle NICHT zu positionieren?! Das bewegt mich bis heute.

Wenige Tage später war ich auf einer Kundgebung aus Anlass des Protesttags für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Einen ausführlichen Bericht zur Veranstaltung findet ihr auf Instagram. Dort habe ich auch den Satz gehört, den ich als Überschrift für diesen Artikel gewählt habe: Unausgesprochene Solidarität ist keine Solidarität. Mir war vorher schon klar, dass ich nicht mit mehreren hundert Teilnehmenden rechnen konnte. Auch hier hatte ich im Vorfeld wieder versucht, Menschen dazu zu bringen, mich zu begleiten. Was soll ich sagen… Es war fast niemand da. Inklusive Organisator*innen vielleicht 50 Personen. Menschen mit Behinderung haben keine Lobby. Vielleicht nehme ich das ein bisschen zu persönlich, weil ich als neurodivergente, chronisch kranke Person mit einem Kind mit Trisomie 21 unmittelbar betroffen bin. Aber mal ehrlich: Wie kann es sein, dass fast allen Menschen ein großer Teil der Gesellschaft so völlig egal ist? Denn letztlich gibt es ganz schön viele Menschen mit Behinderung / chronischen Krankheiten in Deutschland.

Ich habe Angst vor unausgesprochene Solidarität. Wer tritt für mich oder mein Kind im Ernstfall ein? Wer steht an unserer Seite, wenn wir selber nicht (mehr) für unsere Rechte kämpfen können? Menschen mit Behinderung oder chronischen Krankheiten hilft es nicht, wenn alle nur denken „Jaaaa, echt schlimm, dass es in Werkstätten nicht mal Mindestlohn gibt!“ oder „Ist ja schon irgendwie unfair, wenn Rechte von chronisch kranken Personen nicht durchgesetzt werden können, weil Personal überall fehlt.“.

Ich habe Angst, von privilegierteren Personen allein gelassen zu werden. Weil sie nicht mit aufstehen, wenn Rechte von marginalisierten Gruppen verteidigt und erkämpft werden müssen.

Wisst ihr, ich verlange gar nicht, dass jede*r von euch in Zukunft zu jeder Veranstaltung geht, die sich bietet (das schaffe ich auch nicht). Aber bitte hört doch den Personen zu, die um Gehör ringen. Hört zu und lernt und seid ausgesprochen solidarisch. Positioniert und engagiert euch, wo immer ihr könnt.

Bitte überlegt wo ihr euch einbringen könnt. Wo ihr aktiv Dinge verändern könnt. Zum Beispiel, indem der Kollege, der immer wieder andere rassistisch beleidigt, das nicht mehr unkommentiert tun kann. Oder indem die offen transphobe Kollegin zu ihren Aussagen mehr als nur Schweigen zu hören bekommt.

Oder aber ihr seid superkrass und kommt ins Team von #jetztinbonn, damit wir uns gemeinsam für Demokratie und Menschlichkeit einsetzen können.

Am 23. Mai gibt es die Möglichkeit zu einem ersten Kennenlernen. Kommt zum „Offenen Treffen“ um 18:00 Uhr im Restaurant Godesburger (Moltkeplatz 2) in Godesberg.“

Dieser Beitrag ist der erste Gastbeitrag unserer Reihe „Gesicht zeigen für Demokratie“. Melde Dich gerne unter writeme@jetztinbonn.de, wenn auch du Dein Gesicht zeigen und einen Gastbeitrag einbringen möchtest.

Einladung **MIR STONN ZESAMME für eine starke Nachbarschaft**

Seid Menschen im Kreis Eurer Nachbarschaft!

Einladung für Freitag, d. 23.05.2025 16:30 – 17:30 Uhr unter freiem Himmel auf dem Theaterplatz Bad Godesberg

Am Tag der Nachbarschaft und des Grundgesetzes am 23. Mai setzt #jetztinbonn ein Zeichen für Zusammenhalt und ein Füreinander in Bad Godesberg. Wir laden Dich dazu ein, mit uns gemeinsam auf dem Theaterplatz einen Kreis der Gemeinschaft zu bilden. Das Motto: Mir stonn zesamme – Seid Menschen im Kreis Eurer Nachbarschaft! Unsere Absicht ist es,

  • die Werte einer offenen, vielfältigen Gesellschaft zu stärken, um die Würde aller Menschen zu bewahren;
  • die Menschen daran zu erinnern, dass Demokratie im nachbarschaftlichen Miteinander beginnt.

Wir freuen uns darauf, in diesen Zeiten, mit Dir das Miteinander in unserer Nachbarschaft sichtbar zu machen und Zuversicht zu verbreiten. Ganz im Sinne der kürzlich verstorbenen Holocaustüberlebenden Margot Friedländer: „Seid Menschen!“

Um im Kreis der Nachbarschaft Vielfalt und Solidarität sichtbar zu machen, sind alle, die sich angesprochen fühlen, eingeladen, auf dem Theaterplatz unter freiem Himmel in Bad Godesberg zusammenzukommen. Wer möchte, kann einen Gegenstand mitbringen, der Gemeinschaft und Verbundenheit symbolisiert.

Während unserer kreisrunden Nachbarschafts-Feier wird es Gelegenheit für Gespräche und weitere gemeinsame Aktionen geben. Lasst Euch überraschen

Die Veranstaltung ist polizeilich angemeldet und genehmigt.


Teile gerne diesen Beitrag oder das SharePic, das Du Dir direkt hier herunterladen kannst – Bitte immer mit der Info „Bringe gerne einen Gegenstand mit, den Du in die Mitte unseres Kreises legen möchtest, als Symbol für Gemeinschaft und Verbundenheit.“

Bist Du auf Insta? Gerne hereinschauen und das #jetztinbonn-MenschenVerbinden-Event auf Instagram teilen.

Verteile gerne unseren Flyer online:

Die Veranstaltung „MIR STONN ZESAMME für eine starke Nachbarschaftkann auch über den Veranstaltungskalender der Stadt Bonn geteilt werden.

Heute am 17. Mai: The Power of Communities & AfD raus aus den Schulen

Heute ist ein guter Tag, um Gesicht zu zeigen. Macht Euch auf die Socken und fahrt z.B. jetzt gleich nach Köln zur Kundgebung für eine bunte, solidarische Gesellschaft am Samstag, 17. Mai vor dem Erich-Gutenberg-Berufskolleg, Beuthener Straße / Ecke Kattowitzer Str., Köln Mülheim, 10-15 Uhr.

Am 17. Mai 1990 hat die WHO Homosexualität aus der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen.

Heute, am 17. Mai, ist IDAHOBIT – International Day Against Homo-, Bi-, Inter- and Transphobia.
Jedes Jahr ruft das internationale IDAHOBIT-Komitee zu einem gemeinsamen Motto auf. Dieses Jahr ist es das Motto: THE POWER OF COMMUNITIES! Auf dem #jetztinbonn-Instagram Account gibt es einen Appell zum IDAHOBIT in einfacher Sprache:

„Die Welt geht gerade rückwärts. Menschen, die Minderheiten angehören, werden oft diskriminiert. Wir müssen uns dagegen wehren. Jeder Mensch ist einzigartig und wertvoll. Jeder Mensch muss das Recht haben, authentisch und frei zu leben.Wir müssen alle zusammenarbeiten, um eine gerechtere und liebevollere Welt zu schaffen. Wir müssen uns für die Menschen einsetzen, die diskriminiert werden. Lasst uns alle zusammenhalten und für eine bessere Welt kämpfen.“

Heute am 17. Mai 2025 trifft sich die AfD, eine rechtsextreme Partei, für eine Mitgliederversammlung am Erich-Gutenberg-Berufskolleg in Köln Mülheim. Das wollen die Anwohner*innen und die Zivilgesellschaft rund um Köln nicht hinnehmen. Sie treffen sich an diesem Tag vor dem Berufskolleg und tragen ihren Protest gemeinsam, bunt und solidarisch auf die Straße. Mit Konzerten, Redebeiträgen und weiteren kreativen Formen der Meinungsäußerung zeigen sie der Stadtverwaltung, die die Versammlung bis heute offiziell genehmigt, was sie davon halten, wenn rechtsextremen Parteien Räume geöffnet werden, die für Bildung und Demokratie stehen. Das Motto: AfD raus aus den Schulen! „#jetztinbonn -Gemeinsam für Demokratie und Menschlichkeit“, als Bonner Ortsgruppe der LinkedIn-Gruppe #NieWiederIstJetzt, unterstützt die Kundgebung, zu der auch #NieWiederIstJetzt-Köln aufgerufen hat, vor Ort. Impressionen folgen in Kürze.

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“

Ein Zitat des italienischen Schriftstellers und Holocaust-Überlebenden Primo Levi

Demo in Bonn zur Einleitung des AfD-Verbotsverfahrens

Einige Mitglieder von #jetztinbonn haben am letzten Sonntag, parallel zum Markt der Möglichkeiten in Remagen, zwischen Hofgarten und Marktplatz in Bonn mit rund 400 weiteren Menschen für die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens demonstriert: Eindrücke von der Bonner Demo zum Afd-Verbot auf dem #jetztinbonn-Instagram-Account. Danke dafür!

Das Thema „Einleitung AfD-Verbotsverfahren“ ist meiner Ansicht nach hervorragend dazu geeignet, um sich im Rahmen eines unserer Zuhören-Formate „Sprechen&Zuhören“ dazu auszutauschen. Die Absicht hinter diesem von Mehr Demokratie e. V entwickelten Format ist es, zu einem vorab ausgewählten Thema miteinander ins Gespräch zu kommen und verschiedenen Meinungen zu lauschen. Sprechen&Zuhören möchte einer Gesprächskultur des Zuhörens und Respekts Raum geben. In diesem Gesprächsformat stehen nicht Argumente im Mittelpunkt, sondern der offene Austausch über das eigene Erleben zu dem oben genannten Thema. Alle Teilnehmenden erhalten in Kleingruppen die gleiche Redezeit und die Möglichkeit, aktiv zuzuhören. Das Angebot bietet Raum für unterschiedliche Perspektiven, und ist eine gute Vorbereitung, für sachliches und inhaltliches Wirken.

Mehr Demokratie e. V empfiehlt, das Format auch in bestehenden Arbeitsgruppen regelmäßig zu praktizieren, denn es erhöht das Vertrauen untereinander und verbessert die Zusammenarbeit. Die erste Sprechen&Zuhören-Veranstaltung zur AfD-Verbotsverfahren-Thematik werden wir, diesem Rat folgend, für unsere #jetztinbonn-Mitglieder anbieten.

Du bist kein #jetztinbonn-Mitglied, hast aber Interesse an einer öffentlichen Veranstaltung „Sprechen&Zuhören zum Thema „Einleitung AfD-Verbot“? Schreib uns eine E-Mail an writeme@jetztinbonn.de mit dem Betreff „Sprechen&Zuhören – AfD-Verbot“.

#jetztinbonn mit Friedensfabrik in Remagen

Wir waren auf dem Markt der Möglichkeiten in Remagen, mit vielfältigen Absichten, nämlich, unseren Besucher*innen

„Jedem Menschen wohnt Würde inne. Unverhandelbar!“

https://wuerde-unantastbar.de/grundidee/

Hier findet Ihr Details zur Veranstaltung in Remagen rundum den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges.

Likt, kommentiert und teilt gerne das folgende Video mit Interviews auf dem Markt der Möglichkeiten in Remagen am Sonntag, den 11. Mai.(#jetztinbonnFriedensfabrik Interview Ab Minute 8:00). Die Interviewerin ist Isabel Arens. Konstantin Thomopoulos hat das Video geschnitten, auf dem City Talk Andernach Kanal veröffentlicht und an den Offenen Kanal Andernach geschickt

Demo in Köln für Einleitung des AfD-Verbotsverfahrens

Die Demos werden vom Bündnis „Zusammen Gegen Rechts“ und der Kampagne „Menschenwürde verteidigen – AfD-Verbot jetzt“ deutschlandweit organisiert. Hier die Infos für Köln:

„Kundgebung für die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens jetzt!
Wir fordern die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens jetzt!
Im Rahmen des Protests gegen Putin-Propaganda rufen wir auch zu einer Kundgebung für ein unverzügliches AfD-Verbotsverfahren auf. Kommt am Sonntag, den 11. Mai 2025, um 15 Uhr an den Neumarkt in Köln!“

https://afd-verbot.jetzt/de/termine/demo-11-05-2025-koeln

#jetztinbonn beim Markt der Möglichkeiten (Infomeile) „Wege zum Frieden“ in Remagen

Zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges veranstaltet das FRIEDENSMUSEUM Brücke von Remagen e.V. gemeinsam mit der Stadt Remagen Veranstaltungen auf der Rheinpromenade. Am kommenden Sonntag gibt es einen Markt der Möglichkeiten (Infomeile) auf dem Caracciola-Platz, auf dem sich #jetztinbonn sowie weitere Gruppen, Vereine und Initiativen vorstellen dürfen. Neben dem Markt findet an dem Tag ein buntes Musik- und Tanzprogramm statt. #jetztinbonn freut sich auf Deinen Besuch. Wir beteiligen uns mit

  • einer FRIEDENS-FABRIK,
  • empathischem Zuhören,
  • #jetztinbonn-Mitgliedern, die u.a. Deine Fragen beantworten.

WO? Rheinpromenade/Caracciola-Platz Remagen
WANN? Sonntag, d. den 11. Mai 2025 von 11 bis 18 Uhr

Zuhören in Remagen auf Instagram teilen

Wir freuen uns sehr auf Dein Kommen!
#jetztinbonn – Gemeinsam für Demokratie und Menschlichkeit

Demo Bonn Marktplatz 8. Mai am Tag der Befreiung

„8. Mai – Tag der Befreiung der Welt vom deutschen Vernichtungswahn

Am 8. Mai 2025 jährt sich die Befreiung vom Nationalsozialismus zum 80ten Mal. Nach 12 Jahren deutschen Wahns, 6 Jahren Krieg und Zerstörung und der systematischen Vernichtung von Jüd*innen, Sinti*zze, Rom*nja, Linken, Queers und allen anderen, die nicht dem faschistischen Weltbild entsprachen, wurde Deutschland am 8. Mai 1945 von den alliierten Armeen und den antifaschistischen Partisanen zur Kapitulation gezwungen.

Doch 80 Jahre später greift der Faschismus wieder um sich. Die Länder Europas, Russland und die USA rüsten sich zum Krieg. Anstelle der Ideale von Frieden und Freiheit treten Aufrüstung, Ausgrenzung und Autorität. „Nie wieder“ ist zu einer verzweifelten Phrase verkommen, in deren inhaltlicher Unbestimmtheit sich die geschichtsvergessende Begriffslosigkeit der wiedergutgewordenen Deutschen offenbart.

Trotz oder doch genau wegen all dem möchten wir den 8. Mai zum Anlass nehmen, die historische Niederlage Deutschlands zu feiern und die daraus resultierende Hoffnung auf eine bessere Welt aufrechtzuerhalten. Wir möchten den vielen Opfern des deutschen Vernichtungswahns gedenken, den Befreiern danken und an die wenigen Aufrechten in Deutschland erinnern, die uns zeigen: Widerstand war und ist möglich!

Wir starten um 18 Uhr am Marktplatz, machen eine kurze Zwischenkundgebung am Mahnmal für die Bonner Opfer des NS am Kaiserplatz und enden am Oscar-Romero-Haus, wo es die Möglichkeit geben wird den Tag mit ein paar Kaltgetränken zu feiern oder weiterzuziehen zum Filmabend im LeSabot. Bringt gerne Blumen mit.“

Quelle: https://bonn.jetzt/event/8-mai-tag-der-befreiung